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Am 17.02.2025 von Emil Löxkes
Kurze Transportwege und traditionelles Handwerk – vieles spricht für regionale Wertschöpfungsketten. Doch es bedarf auch geeigneter Strukturen.
Lange Zeit waren regionale Wertschöpfungsketten bei Lebensmitteln selbstverständlich. Landwirtschaftliche Betriebe gaben ihre Erzeugnisse wie Fleisch, Milch oder Getreide an lokale Schlachtereien, Molkereien oder Mühlen ab. Dort wurden sie weiterverarbeitet und die Endprodukte über Fleischereien, Bäckereien und kleinere Lebensmittelläden vermarktet.
Als Wertschöpfungskette bezeichnet man die Abfolge aller Herstellungs- und Vermarktungsstufen, die ein Produkt durchläuft – vom Rohstoff bis zum Konsum. Auf jeder dieser Stufen wird ein zusätzlicher ökonomischer Wert geschaffen.
Inzwischen haben sich diese regionalen Erzeugungs- und Verarbeitungsstrukturen in der Lebensmittelwirtschaft weitgehend aufgelöst. Nicht zuletzt durch wirtschaftlichen Druck kam es zu einem massiven Strukturwandel. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe hat sich seit 1995 mehr als halbiert und in der Lebensmittelverarbeitung dominieren heute wenige große Schlachtereien, Molkereien und Mühlen den Markt.
Noch deutlicher ist die Marktkonzentration im Handel. 76 Prozent der gesamten Umsatzerlöse mit Lebensmitteln entfielen 2023 in Deutschland auf nur vier Unternehmen.
Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung finden überwiegend im industriellen Maßstab statt – und das in der Regel europa- oder gar weltweit. Das ist zwar sehr effizient und ermöglicht eine kostengünstige Produktion von Lebensmitteln, legt man auch ökologische oder ethische Maßstäbe an, spricht jedoch viel für eine Rückbesinnung auf kleinteiligere Strukturen.
Quelle und weiterlesen unter: https://www.landwirtschaft.de/wirtschaft/agrarmaerkte/markt-und-versorgung/wie-funktionieren-regionale-wertschoepfungsketten