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Investitionsstau und Insolvenz

Am 17.02.2025 von Emil Löxkes

Die doppelte Krise der Akutkliniken

Inflation, Tarifkosten und Investitionsstau belasten Deutschlands Akutkliniken. Warum auch die Krankenhausreform keine schnelle Rettung bringt und wie neue Partnerschaften eine Lösung sein könnten.

Im Akutkliniksektor nimmt seit dem Ende der Corona-Hilfen die Zahl der Zahlungsschwierigkeiten und Insolvenzen rasant zu. Es wird von einer kalten Strukturbereinigung gesprochen. Inflation und hohe Tarifabschlüsse haben die Betriebskosten stark erhöht, ohne ausreichenden und zeitnahen Ausgleich. Darüber hinaus drückt das stetig steigende Eigenfinanzierungserfordernis für den Abbau des immensen Investitionsrückstaus die Liquiditätssituation der Krankenhäuser. Jahrzehntelang geplante Betten-Überkapazitäten binden Kapital und Personal, die an anderen Stellen dringend benötigt werden.

Nach einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des Bundesverbands der Verbraucherzentrale im September 2024 machen sich 69 Prozent der Befragten über die Gesundheitsversorgung große oder sehr große Sorgen. Die Gesundheitsversorgung ist damit in Deutschland das Sorgenthema Nummer eins. Die finanzielle Verfassung von Gesundheitsdienstleistern und ihre Attraktivität für externe Kapitalgeber hat eine große gesellschaftliche Bedeutung, um die chronische Unterfinanzierung zu beseitigen und stabile Verhältnisse zur Versorgung der Bevölkerung mit Gesundheitsleistungen sicherzustellen. Da die Verluste im Akutkliniksektor zunehmen, kann schon lange keine Rede davon sein, dass mit dem Geld der Versicherten vornehmlich Ausschüttungen und Dividenden finanziert werden.

Quelle und weiterlesen unter: https://www.kma-online.de/aktuelles/wirtschaft/detail/die-doppelte-krise-der-akutkliniken-53086