Neufassung der Trinkwasserrichtlinie

Am 19.03.2021 von Emil Löxkes

Mit der Richtlinie (EU) 2020/2184 vom 16.12.2020 verabschiedete das Europaparlament eine Neufassung der Trinkwasserrichtlinie. Ziele der neuen Richtlinie sind eine effizientere Überwachung der Wasserqualität, Qualitätsstandards auf dem neuesten Stand zu bringen, die Verfügbarkeit zu verbessern und für mehr Transparenz bei der Information zur Qualität von Trinkwasser zu sorgen.

Die Einzugsgebiete von Entnahmestellen und die Versorgungssysteme werden künftig einer Risikobewertung und dem Risikomanagement unterzogen. Bewertet wird auch das Risiko von Hausinstallationen unter anderem in Bezug auf Legionella und Blei. Die Mitgliedstaaten legen Mindestanforderungen an die Hygiene von Materialien und Werkstoffe, die mit Wasser für den menschlichen Gebrauch in Berührung kommen, fest. Neu kommen hinzu Mindestanforderungen für Chemikalien zur Aufbereitung und Filtermedien, die mit Wasser in Berührung kommen (Artikel 7 bis 12).
Die Verordnung trat zum 12.01.2021 in Kraft. Die Richtlinie 98/83/EG wird mit Wirkung vom 13.01.2023 aufgehoben. Die Umsetzung durch die Mitgliedstaaten erfolgt bis zum 12.01.2023.

Quelle: Behrs/Amtsblatt der EU Nr. L 435 vom 23.12.2020, S. 1 (siehe auch Food & Recht, 3/2021)