VKK Online-Seminar am 2. Dezember 2020: Listerien, Corona und Co.

Gesundheit

Am 05.11.2020 von Emil Löxkes

Kein Sport mit Schmerzmitteln

Sportmediziner warnen davor, Schmerzmittel prophylaktisch vor dem Training der dem Wettkampf zu verwenden. Diese, gefährliche Praxis sei vor allem im Nachwuchsbereich inzwischen stark verbreitet, um einem Belastungsschmerz im Wettkampf vorzubeugen, teilt die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin mit. Am häufigsten werden deren Angaben nach so genannte NSAR-Wirkstoffe eingesetzt, zu denen beispielsweise Ibuprofen zählt. Dabei drohten im Zusammenhang mit intensiver körperlicher Belastung jedoch erhebliche gesundheitliche Risiken. Denn die Wirkstoffe würden in die Stoffwechselprozesse eingreifen. So würde die Gefahr von Magen-Darm-beschwerden und Herzinfarkten steigen, auch die Nieren könnten in Mitleidenschaft gezogen werden. Zudem erhöhe sich das Risiko von so genannten Ermüdungsbrüchen im Knochen. Viele Freizeit-Langstreckenläufer würden Schmerzmittel einsetzt, berichtet die Fachgesellschaft unter Verweis auf Umfragen bei Marathonläufen. Die Experten betonen, dass Schmerzmittel nicht die Ursachen der Beschwerden bekämpfen. Diese entstünden oftmals durch ein Missverhältnis von Belastung und Belastungsfähigkeit des Sportlers. Deshalb sei es wichtig, das Training anzupassen. Wer Schmerzen beim Sport habe, solle sie besser nicht in Eigenregie therapieren, sondern die Problematik medizinisch abklären lassen.