Diensthandy im Urlaub

Am 19.02.2020 von Emil Löxkes

Der Arbeitgeber stellt ein Handy zur Verfügung – im privaten Urlaub fällt es ins Wasser und geht kaputt. Wer haftet? „Das kommt darauf an“, sagt ein Anwalt des Bereichs. Wenn der Arbeitgeber das Handy ausschließlichen zur dienstlichen Nutzung überlassen habe, „dann hat es im Urlaub nichts verloren“. Wenn dann etwas passiert, hafte der Arbeitnehmer. Es gilt aber eine Ausnahme: Nämlich dann, wenn ein Arbeitnehmer in Rufbereitschaft zur Verfügung stehen muss.

Anders sieht es aus, wenn das Handy ausdrücklich privat genutzt werden darf. „Dann darf ich es auch mit in den Urlaub nehmen“, so der Anwalt. Bei Verlust oder Beschädigung haftet in der Regel der Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer muss nur für den Schaden aufkommen, wenn er aus Vorsatz oder grob fahrlässig gehandelt hat, also etwa das Handy offen im PKW hat liegen lassen. Bei so genannt mittlerer Fahrlässigkeit müsse man verhandeln.