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Was ist eine verhaltensbedingte Kündigung

Am 30.12.2019 von Emil Löxkes

Bei einer Kündigung wegen Fehlverhaltens liegt meist eine lange Vorgeschichte vor, z. B. andauernde Unpünktlichkeit oder unentschuldigtes Fehlen. Liegt seitens des Arbeitnehmers ein solches schwerwiegendes Fehlverhalten vor, besteht unter Beachtung gewisser Voraussetzungen die Möglichkeit, eine verhaltensbedingte Kündigung auszusprechen. Folgende Voraussetzungen müssen gegeben sein:

  1. Pflichtverstoß: Der Arbeitnehmer hat gegen seine im Arbeitsvertrag geregelten Pflichten verstoßen.
  2. Rechtswidrigkeit: Dieser Pflichtverstoß kann nicht gerechtfertigt werden und wurde zudem vorsätzlich bzw. fahrlässig begangen.
  3. Milderes Mittel: Es wurde geprüft, ob es kein milderes Mittel (z. B. Abmahnung) gibt.
  4. Interessenabwägung: Das Interesse des Arbeitgebers an einer Beendigung desArbeitsverhältnisses überwiegt. Folgende Verstöße wurden in der Vergangenheit von Gerichten anerkannt:
  • Unentschuldigtes Fehlen
  • länger andauernde mangelhafte Qualität der Arbeitsleistung
  • Andauernde Unpünktlichkeit
  • Minusstunden über einen längeren Zeitraum
  • Private Nutzung von E-Mail und Internet
  • Straftaten (Betrug, Diebstahl etc.)
  • Mobbing etc.

Quelle: Anwalt.de