VKK Online-Seminar am 2. Dezember 2020: Listerien, Corona und Co.

Resistente Keime in Rohkost und Salat

Am 30.12.2019 von Emil Löxkes

Das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) weist darauf hin, dass in für den Verzehr vorgeschnittenen und in Folie verpackten Salaten, frischen Kräutern oder Sprossen gesundheitsgefährdende Keime wie Krankheitserreger und antibiotikaresistente Bakterien enthalten sein können.

Diese sind zwar aufgrund vorsorgender Maßnahmen vom Anbau bis hin zum Verkauf nur in geringer Zahl auf den Produkten vorhanden, aber sie werden aufgrund des Rohverzehrs von Salat und frischen Kräutern nicht wie z. B. bei Fleisch durch Braten oder Kochen inaktiviert. Im Fokus der Untersuchungen standen Escherichia coli-Bakterien - meist Darmbakterien, die weit verbreitet vorkommen und in einigen Rohkostsalaten, in Rucola und frischem Koriander nachgewiesen wurden. Die Untersuchungen zeigten, dass E. coli-Bakterien teilweise unempfindlich gegenüber mehreren Antibiotika wie Tetracyclin oder Penicillinen sind. Werden diese antibiotikaresistenten Keime mit rohverzehrtem Salat aufgenommen, besteht die Gefahr, dass die Resistenzmerkmale an andere Bakterienarten im menschlichen Darm weitergegeben werden.

Das BfR rät daher, Blattsalate und frische Kräuter vor dem Verzehr gründlich mit Trinkwasser zu waschen. Empfindlichen Personengruppen wie Schwangeren oder Personen mit geschwächten Abwehrkräften wird nahegelegt stattdessen Salate aus frischen und gründlich gewaschenen Zutaten kurz vor dem Verzehr selbst zuzubereiten.

Quelle: BfR