Nicht sofort in die Luft gehen

Am 10.10.2019 von Emil Löxkes

Eine Kollegin lästert über Fehlzeiten, weil ein Kollege länger ausgefallen ist. Oder sie lässt Aufgaben unbearbeitet, für die sie ihrer Meinung nach nicht zuständig ist. Wem passiv-aggressives Verhalten am Arbeitsplatz begegnet, der solle den anderen nicht prompt zur Rede stellen und Ärger oder Unverständnis nicht direkt zeigen. Dies rät Konflikttrainerin Ursula Wawrzinek in der Zeitschrift „Psychologie heute“, Ausgabe Oktober 2019.

Stattdessen rät die Expertin: Wer sich ärgert, sollte zunächst etwas Distanz gewinnen und das Verhalten der Kollegin nicht persönlich nehmen. Dann könne man am besten und ohne Emotionalität über das sprechen, was für das Vorankommen im Beruf wichtig sei. Wem die Sachlichkeit schwer falle, dem rät die Expertin zur Strategie „Staunen statt Ärgern“. Dies heißt: Wer mit passiv-aggressiven Kolleginnen oder Kollegen zu tun hat, sollte sich über deren Verhalten lediglich wundern, anstatt sich aufzuregen. Damit lasse man das Problem beim Anderen und könne sich besser um die eigenen Aufgaben kümmern.