Mithaftung im Winter

Am 13.03.2019 von Emil Löxkes in Verbandsinternes

Wer auf winterlichen Straßen schneller als die empfohlene Richtgeschwindigkeit fährt, muss nach einem Unfall mit einer Mithaftung rechnen. Das gilt auch, wenn ein anderer den Unfall verursacht. Das zeigt ein Urteil des Landgerichts München. Mit seinem Auto fuhr ein Mann auf der linken Spur einer Autobahn. Mit ca. 180 km/h wollte er ein anderes Auto überholen, als dieses auch nach links fuhr. Beim Abbremsen brach das Auto des Hintermanns aus, rutschte über drei Spuren und kam auf einem Grünstreifen zum Stehen. Beide Autos kollidierten nicht. Der Fahrer des Unfallgegners verlangte aber Schadenersatz vom Vorausfahrenden. Dieser habe den Unfall alleine verursacht. Dem folgte das Gericht nicht.