Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt

Am 12.03.2019 von Emil Löxkes in Verbandsinternes, Gesetze und Vorschriften

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat vor einem Tablet- und zweit Smartphone-Modellen gewarnt, die mit Schadstoffsoftware ausgeliefert worden sind oder per Firmware-Update davon befallen werden können. Beim Tablet Eagle 804 von Krüger&Matz sei eine vorinstallierte Schadstoffsoftware gefunden worden, die mit einem Server Kontakt aufnimmt, und über den etwa weitere Schadstoffsoftware wie Trojaner aufs Gerät gelangen können, wie die Behörde mitteilt. Bei den Smartphones Ulefone S8 Pro und Blackview A10, die das BSI ebenfalls über einen Onlinemarktplatz bestellt und getestet hat, konnte im aktuellen Auslieferungszustand zwar keine Schadstoffsoftware nachgewiesen werden. Die Hersteller bieten jedoch auf ihren Internetseiten als einzige Variante eine Firmware mit niedrigerer Versionsnummer zum Download an, in der diese Schadsoftware enthalten ist. Deshalb geht die Behörde davon aus, dass mit diesen Firmwareversionen ausgelieferte Geräte ebenfalls betroffen sind. Weil das BSI täglich mehr als 20.000 Verbindungen unterschiedlicher deutscher IP-Adressen mit dem Schadsoftware-Server aufzeichnet, seien die Mobilfunkanbieter über infizierte Geräte in ihren Netzen informiert worden. Sie sollen nun betroffene Kunden informieren. Verbraucher, die eine solche Nachricht von ihrem Mobilfunkanbieter erhalten, haben dem BSI zufolge keine Möglichkeit, die Malware von ihrem Gerät zuverlässig zu entfernen. Grundsätzlich rät die Behörde Verbrauchern nicht allein wegen des Preises oder bestimmter Funktionen eine Kaufentscheidung für ein Mobilgerät zu treffen. Man zahle sonst möglicherweise mit seinen Daten oder werde Opfer betrügerischer Aktivitäten. Um eine fundierte Kaufentscheidung treffen zu können, seien Verbraucher aber auch auf eine transparente Darstellung der Sicherheitseigenschaften angewiesen. Hier seien die Händler gefordert. Sie müssten dafür Sorge tragen, dass solche Geräte gar nicht erst auf den Markt gelangen.