Mittagsschlaf in der Pause?

Am 10.09.2018 von Emil Löxkes in Verbandsinternes, Gesetze und Vorschriften

Der Büroschlaf hat ein Imageproblem. Arbeitnehmer trauen sich oft nicht, sich vor ihren Kollegen in das „Land der Träume“ zu begeben. Dabei ist das absolut sinnvoll – und 66 Prozent der deutschen Arbeitnehmer wünschen sich das auch regelmäßig bis manchmal, sagt Utz Niklas Walter vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung in Konstanz. Richtig Nappen will allerdings gelernt sein. Büroangestellten empfiehlt Walter ein maximal 15-minütiges Schläfchen, ab dem Zeitpunkt des Einschlafens. Schichtarbeiter und Freiberufler, sofern sie denn Zeit haben, können auch die ausgedehnte Variante von mindestens zwei Stunden wählen. Alles dazwischen kann allerdings aufgrund des möglichen Erwachens aus der Tiefschlafphase für einen kontraproduktiven Effekt sorgen. Schlafen ergibt besonders zwischen 13 und 16 Uhr Sin, denn dann haben die meisten Menschen ein im Biorhythmus begründetes Mittagstief. Arbeitnehmer sollten die Dauer abschätzen, die sie zum Einschlafen brauchen, maximal 15 Minuten hinzurechnen und auf diese Zeit einen Wecker stellen. Schlafen kann man im Sitzen oder im Liegen, sagt Walter. Hauptsache die Haltung ist bequem und das Licht in der Umgebung nicht zu grell.