Rufbereitschaft – Vergütungsanspruch besteht immer

Am 4.8.2018 von Emil Löxkes in Verbandsinternes, Gesetze und Vorschriften

Arbeitgeber müssen ihre Angestellten für eine Rufbereitschaft bezahlen. Ob diese tatsächlich zur Arbeit gerufen werden, spielt dabei zunächst keine Rolle, erklärt der Deutsche Anwaltsverein. Anspruch auf Vergütung haben Arbeitnehmer in jedem Fall, allerdings in unterschiedlicher Form: Bleibt der Bereitschaftsdienst ohne Arbeitseinsatz, ist eine gesonderte Vergütung zulässig, etwa in Form einer Pauschale. Wird jemand währenddessen zur Arbeit gerufen, gilt das jedoch als ganz normale Arbeitszeit, die entsprechend bezahlt werden muss. Wer aus der Rufbereitschaft zur Arbeit geht, hat deshalb je nach Wochentag und Uhrzeit Ansprüche auf Zuschläge für Nacht- oder Sonntagsarbeit.