Überstunden nur als Ausnahme

von Emil Löxkes in Verbandsinternes Gesetze und Vorschriften

Arbeitnehmer, die selbst in ihre Weiterbildung investieren, können die Ausgaben dafür von der Steuer absetzen. Erfolgt die Bildungsmaßnahme allerdings im ganz überwiegenden Interesse des Arbeitgebers, so kann er die Fortbildungskosten übernehmen, ohne dass der Arbeitnehmer dafür Lohnsteuer zahlen muss. Da im vorliegenden Fall der Arbeitnehmer keine Ausgaben hatte, kann er auch keine Kosten steuermindernd absetzen. Anderes kann bei einer erfolgsabhängigen Kostenübernahme gelten. Vereinbaren Arbeitnehmer und Arbeitgeber, dass die Kosten für die Weiterbildung erst nach erfolgreichem Abschluss übernommen werden, kann der Arbeitnehmer seine Kosten als Werbungskosten absetzen. Erstattet der Arbeitgeber diese anschließend, wertet die Finanzverwaltung dies als Bonus. Die Zahlung muss wie Arbeitslohn versteuert werden.