Heimliche Tonbadaufnahmen verboten

von Emil Löxkes in Verbandsinternes Gesetze und Vorschriften

Heimliche Tonbadaufnahmen bei einem Personalgespräch sind verboten – und zwar für Alle Beteiligten. Hält sich ein Arbeitnehmer nicht daran, kann das sogar zu einer fristlosen Kündigung führen. Dies geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Hessen (AT: 6 Sa 137/17) hervor, auf das der Rechtsschutz des DGB hinweist. Der Kläger in dem Fall war der gekündigte Mitarbeiter. In einer E-Mail hatte er Kollegen beleidigt, unter anderem mit der Bezeichnung „fauler Mistkäfer“. Dafür gab es eine Abmahnung und eine Einladung zu einem Personalgespräch. Neben dem Geschäftsführer war dabei auch der Betriebsrat anwesend. Der Mitarbeiter zeichnete das Gespräch heimlich mit seinem Handy auf. Als der Arbeitgeber einige Monate später davon erfuhr, kündigte er ihm fristlos. Damit war er im Recht, entschied das Gericht: Mit der Aufnahme habe der Kläger die Persönlichkeitsrechte der Gesprächsteilnehmer verletzt.