Azubi - Recht auf Überstundenausgleich

Am 27.12.2017 von Emil Löxkes in Gesetze und Vorschriften

Fallen in der Ausbildung Überstunden an, müssen Azubis dafür Freizeitausgleich oder eine Vergütung erhalten. So sieht es das Berufsbildungsgesetz zumindest vor. Bei einer Bezahlung der Überstunden richtet sich die Höhe nach der Ausbildungsvergütung und nicht nach dem Facharbeiterlohn. Darauf weist der DIHK hin und bezieht sich auf eine Entscheidung des sächsischen Landesarbeitsgerichts (AZ: 9 Sa 269/07). Im verhandelten Fall forderte ein Koch-Azubi mit 144 Überstunden im Nachhinein eine Vergütung wie ein Facharbeiter, hatten damit jedoch keinen Erfolg. Wenn die Ausbildungsvergütung angemessen sei, richte sich auch die Bezahlung der Überstunden danach. Um die Ausgleichszahlung zu berechnen, teilen Azubis also ihre monatliche Ausbildungsvergütung durch die laut Vertrag zu leistenden Stunden. Diesen Wert können sie dann für die Berechnung der Überstunden ansetzen.