Kündigung wegen privater Posts(?)

von Emil Löxkes in Gesetze und Vorschriften

Fremdenfeindliche Äußerungen können ein Grund für eine Kündigung sein. Das gilt allerdings nicht, wenn diese in einer privaten Whats-App-Gruppe unter Kollegen fallen. Das geht aus einem Urteil des Arbeitsgerichts Worms (AZ: 4 Ca 1240/17 bis 4 Ca 1243/17) hervor, auf das der Bund-Verlag hinweist. In dem Fall ging es um vier Mitarbeiter der Stadt Worms, die per Whats-App in einer Gruppe unter anderem Bilder mit fremdenfeindlichem Inhalt ausgetauscht hatten. Ein Mitglied der Gruppe informierte die Stadt darüber, die ihren Mitarbeitern daraufhin fristlos kündigte. Dagegen klagten die vier Arbeitnehmer und bekamen Recht. Das Gericht sah in den Posts keinen Kündigungsgrund. Die Mitarbeiter hatten diese im kleinen Kreis und auf ihren privaten Smartphones ausgetauscht. Solche vertraulichen Gespräche fallen unter den Schutz der Privatsphäre, auch unter Kollegen. Hebt ein Mitglieder Whats-App-Gruppe diese Vertraulichkeit auf, dürfte das nicht zu Lasten der Arbeitnehmer gehen.