Das erste VKK-Regionalseminar des Jahres - mit sehr grosser Zustimmung durchgeführt

von Andrea Mager in Verbandsinternes

Freising
Das Interesse ist groß

Dass sehr viel Bewegung im Markt der Seminaranbieter vorhanden ist, dürfte hinlänglich bekannt sein. Nicht alles, das sich die Angebote auf den Schreibtischen, den Arbeitsplätzen, stapeln, bzw. mehr oder weniger ungelesen im Papierkorb verschwinden. Denn längst ist es nicht mehr so, wie vor etlichen Jahren, als die Arbeitsabläufe im Berufsalltag so gestaltet werden konnten, dass man sich weitaus mehr Zeit für externe Weiterbildungen nehmen konnte, als dies heute der Fall ist.
Wir, als VKK, durften beim ersten Regionalseminar des Jahres zum Themenbereich „Aktuelles zur Lebensmittelhygiene“ mit der Resonanz durchaus sehr zufrieden sein. Das Kardinal-Döpfner-Haus in der Großen Kreis- bzw. Universitätsstadt Freising bot die ideale Kulisse für die von vielen Informationen geprägte Veranstaltung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zumeist aus Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung in Bayern.
Frau Dr. Elke Jaspers, wie stets gut vorbereitet, bot den Damen und Herren ein breites Spektrum an Wissenswertem, untermalt mit praktischen Beispielen.
Wann ist eine EU-Zulassung für Großküchen erforderlich? Wie wird der entsprechende Antrag gestellt? Was muss er beinhalten?
Was sind die relevanten Gesetze im Bereich? Wie habe ich beim IfSG mit dem § 42 Infektionsschutzgesetz umzugehen? Was ist zu beachten bei der LMHV? Was genau muss hier Inhalt der Hygieneschulung sein? Zumindest
§ 20 der LMHV darf so genannt vernachlässigt werden, denn die Eierverordnung existiert nicht mehr. Eier dürfen vom Handel bis zu drei Wochen nach Legedatum abgegeben werden. Die übliche Kühlung ab 18. Tag nach dem Legen bei +5°C bis+8°C entfällt (wird aber empfohlen).
Das MHD beträgt weiterhin vier Wochen. Rückstellproben sind bei empfindlichen Verbrauchergruppen laut Tier-LMHV nicht mehr
rechtlich verpflichtend (werden aber empfohlen, s. DIN 10526).
Kennzeichnungspflichtige Zusatzstoffe waren zudem ebenso Thema wie das Allergenmanagement, relevante DIN-Normen, Listung von Desinfektionsmitteln und sehr vieles andere mehr.
Aber nicht nur Zuhören war angesagt, sondern auch aktives Mitarbeiten in Kleingruppen, mit verschiedenen, fachbezogenen Aufgabenstellungen.
Der Seminartag war also prall gefüllt mit Wissenswertem, großem Interesse und einem entsprechenden Fragebedarf.
Die Seminarbewertung war, wie im Titel zu entnehmen, eine sehr positive. Was auch die engagierte und sehr ambitionierte Referentin, Frau Dr. Elke Jaspers, sehr freute. Als mehr oder weniger einziger Wermutstropfen wurde angeführt, dass sich die Veranstaltung gerne auch über zwei Tage hätte hinstrecken können.
Im Juni wird die Seminarreihe in Berlin fortgesetzt, im September in Wiesbaden.

Andrea Mager